Opioidanästhetikum; Remifentanil ist ein selektiver µ-Opioid-Agonist mit raschem Wirkungseintritt und sehr kurzer Wirkungsdauer. Die µ-Opioid-Aktivität von Remifentanil kann mit Opioid- Antagonisten wie Naloxon antagonisiert werden.
Die mittlere Clearance und das Steady-State-Verteilungsvolumen von Remifentanil sind bei jüngeren Kindern höher als bei älteren und nehmen mit zunehmendem Alter ab, bis sie bei 17-Jährigen die Werte gesunder junger Erwachsener erreichen. Die lineare Reifung der Remifentanil-Clearance lässt sich dadurch erklären, dass Remifentanil durch unspezifische Gewebe- und Plasmaesterasen metabolisiert wird. Die Reifung ihrer metabolischen Kapazität wurde jedoch noch nicht untersucht (Ziesenitz 2018).
Die Eliminationshalbwertszeit von Remifentanil bei Neugeborenen und Säuglingen (< 1 Jahr) ist nach Korrektur des geringeren Körpergewichts mit der bei Erwachsenen vergleichbar. Änderungen der Infusionsraten bei Neugeborenen sollten zu ähnlichen und raschen Änderungen des analgetischen Effektes führen, wie bei jungen, gesunden Erwachsenen (SmPC Ultiva).
Pharmakokinetik von Remifentanil bei anästhesierten Kindern, die sich einem elektiven chirurgischen Eingriff oder diagnostischen Verfahren unterziehen:
| Alter | Dosis | Vd | CL | T½ | Referenz |
| <2 Monate |
5 microg/kg über 1 min | 0,452 L/kg | 3,4-5,7 min | Ross 2001 n=42 (0-18 Jahre) | |
| >2 Monate | 5 microg/kg über 1 min | 0,22-0,38 L/kg | 3,4-5,7 min | Ross 2001 n=42 (0-18 Jahre) | |
| 2 Monate bis 2 Jahre | 5 microg/kg über 1 min | 0,22-0,38 L/kg | 90-92 mL/min/kg | 3,4-5,7 min | Ross 2001 n=42 (0-18 Jahre) |
| >2 Jahre | 5 microg/kg über 1 min | 0,22-0,38 L/kg | 46-76 mL/min/kg | 3,4-5,7 min | Ross 2001 n=42 (0-18 Jahre) |
| 0,74 (0,3–1,0) Jahre (n=7) | 16,23 L/70 kg | Standing 2010 Pop-PK Schätzungen |
Die Pharmakokinetik während der postoperativen Sedierung wurde durch ein allometrisches Zwei-Kompartiment-Modell beschrieben. (Rigby Jones 2007)
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Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung 1 mg, 2 mg, 5 mg pro Durchstechflasche
Remifentanil ist in den verfügbaren Präparaten in Form von Remifentanilhydrochlorid enthalten. Die angegebene Stärke bezieht sich auf Remifentanil.
Dieses Arzneimittel unterliegt den Bestimmungen des Suchtgift-Gesetzes.
Anwendungshinweis:
Zur intravenösen Verabreichung
Für Kinder potentiell problematische Hilfsstoffe:
Die verfügbaren Präparate enthalten: -
Detaillierte Informationen zu einzelnen Präparaten entnehmen Sie bitte den Fachinformationen.
Meldungen zu Vertriebseinschränkungen von Arzneispezialitäten in Österreich (BASG)
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| Prozedurale Analgosedierung bei nicht beatmeten Patienten |
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| Analgesie als Teil einer Allgemeinanästhesie bei intubierten und beatmeten Patienten |
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| Analgesie bei künstlicher Beatmung (intubierte Intensivpatienten) |
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GFR ≥10 ml/min/1.73m2: Dosisanpassung nicht erforderlich.
GFR <10 ml/min/1.73m2: Eine allgemeine Empfehlung zur Dosisanpassung kann nicht gegeben werden.
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Bei Neugeborenen: Thoraxrigidität
Sehr häufig (≥ 10%): Skelettmuskelrigidität, Hypotonie, Übelkeit, Erbrechen
Häufig (1-10%): Bradykardie, postoperative Hypertonie, akute Atemdepression, Apnoe, Husten, Pruritus, postoperatives Frösteln
Gelegentlich (0,1-1%): Hypoxie, Obstipation, postoperative Schmerzen
Selten (0,01-0,1%): Allergische Reaktionen, inklusive Anaphylaxien wurden bei Patient*innen, die Remifentanil in Verbindung mit einem oder mehreren anästhetischen Mitteln erhielten, beobachtet. Sedierung (während der Erholung von der Allgemeinanästhesie). Asystolie/Herzstillstand, üblicherweise mit vorausgehender Bradykardie, wurde bei Patient*innen, die Remifentanil in Verbindung mit einem oder mehreren anästhetischen Mitteln erhielten, beobachtet.
Häufigkeit nicht bekannt: anaphylaktischer Schock, Arzneimittelabhängigkeit, Entzugssyndrom, Krämpfe, Atrioventrikularblock, Arrhythmie, Toleranzentwicklung
Die vollständige Auflistung aller unerwünschten Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
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Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Die schnelle Verabreichung von Remifentanil führt zu einer unzureichenden Sedierung und ist bei Frühgeborenen mit einem hohen Risiko für Thoraxrigidität verbunden (De Kort 2017). Dies lässt sich durch langsame kontinuierliche Infusion und die Verwendung der minimalen wirksamen Dosis verhindern (Maroni 2023).
Allgemeine Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen entnehmen Sie bitte den aktuellen Fachinformationen (https://aspregister.basg.gv.at).
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Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.
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| Halogenierte Kohlenwasserstoffe | ||
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Suprane®
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Sevorane®, div. Generika
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| Barbiturate, rein | ||
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