Sulfadiazin ist ein Chemotherapeutikum aus der Gruppe der mittellang wirkenden Sulfonamide. Die Wirkung ist bakteriostatisch. Der Wirkmechanismus beruht auf der strukturellen Verwandtschaft der Sulfonamide mit der p-Aminobenzoesäure und der dadurch bedingten Hemmung der Folsäuresynthese der Erreger durch kompetitive Inhibition der Dihydropteroinsäuresynthetase.
(SmPC Sulfadiazin-Heyl®)
Es wurden keine pharmakokinetischen Studien bei Kindern durchgeführt.
Keine Arzneispezialität in Österreich zugelassen/verfügbar. Es stehen Importarzneimittel und magistrale Rezepturen (Kapseln, orale Suspension) zur Verfügung
In Deutschland sind Tabletten 500 mg (Handelsname: Sulfadiazin-Heyl®) im Handel.
Meldungen zu Vertriebseinschränkungen von Arzneispezialitäten in Österreich (BASG)
| Toxoplasmose, kongenital |
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| Toxoplasmose, postnatal |
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Anpassung bei Nierenfunktionsstörung wie angegeben:
Bei Nierenfunktionsstörungen nimmt die renale Ausscheidung von Sulfadiazin und dem N-Acetyl-Metaboliten ab. Dies erhöht das Risiko von Nebenwirkungen.
Es liegen keine Daten zur Dosisanpassung bei Dialyse vor.
Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Schwindel, Tinnitus, Kristallurie, Hypersensitivitätsreaktionen und Blutbildabweichungen
Gelegentlich (0,1-1%): Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, allergische Reaktionen wie urtikarielle, erythematöse, makulöse und morbilliforme Hautausschläge, Purpura, Photodermatose, Erythema nodosum, Lyell-Syndrom (Epidermolysis acuta toxica), exfoliative Dermatitis, Arzneimittelfieber, Kopf- und Gelenkschmerzen, Kristallurie, Nephrolithiasis (kann zu akutem Nierenversagen führen)
Selten (0,01-0,1%): Folsäuremangel mit den Symptomen Anämie und Durchfall, cholestatische Hepatose
Sehr selten (< 0,01%): Blutbildveränderungen mit Thrombo- und Leukopenie, Agranulozytose, Eosinophilie, aplastische Anämie, akute hämolytische Anämie, DRESS-Syndrom, Hypoglykämie, transitorische Myopie, fokale oder diffuse Lebernekrose, Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und toxisch epidermale Nekrolyse (TEN), petechiale Hautblutungen, Zyanose aufgrund von Sulf- oder Methämoglobinämie kommt außer beim angeborenen Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel der Erythrozyten oder bei Hämoglobinanomalien wie Hb Köln und Hb Zürich nicht vor, interstitielle Nephritis
(SmPC Sulfadiazin-Heyl®)
Die vollständige Auflistung aller unerwünschten Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
(SmPC Sulfadiazin-Heyl®)
Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Vorsicht ist geboten bei der Exposition der Haut gegenüber Sonnenlicht oder UV-Strahlen aufgrund des Risikos von Photosensibilisierung. Bei Auftreten von Hautsymptomen ist die Anwendung sofort zu beenden. Zur Vorbeugung von Kristallurie wird empfohlen, ausreichend zu trinken oder den Urin zu alkalisieren.
Allgemeine Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen entnehmen Sie bitte den aktuellen Fachinformationen (https://www.fachinfo.de/).
Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.
In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.
| Trimethoprim und Derivate | ||
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Motrim®, Triprim®
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J01EA01 | |
| Kombinationen von Sulfonamiden und Trimethoprim, inkl. Derivate | ||
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| J01EE01 | ||
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Lidaprim®, Rokiprim®
|
J01EE03 | |