Upadacitinib

Wirkstoff
Upadacitinib
Handelsname
Rinvoq®
ATC-Code
L04AF03
Dosierungen
Nierenfunktionsstörungen

Darreichungsformen und Hilfsstoffe
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Kontraindikationen
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wechselwirkungen
Pharmakodynamik und -kinetik

Zulassung
Wirkstoffe der gleichen ATC-Klasse
Referenzen
Änderungsverzeichnis

Pharmakodynamik

Upadacitinib ist ein Immunsuppressivum, das über die selektive und reversible Inhibition von Januskinasen (JAK), bevorzugt JAK1 und JAK1/3, wirkt. JAKs sind intrazelluläre Enzyme, die Signale von Zytokinen und Wachstumsfaktoren weiterleiten. Sie sind an einer Vielzahl von zellulären Prozessen, wie Entzündungsreaktionen, Hämatopoese und Immunüberwachung beteiligt. Atopische Dermatitis wird durch proinflammatorische Zytokine, die über den JAK1-Signalweg wirken, gesteuert. Die Hemmung von JAK1 durch Upadicitinib blockiert ebendiese Signalübertragung und verhindert in weiterer Folge Anzeichen und Symptome der atopischen Dermatitis, wie zum Beispiel ekzematöse Hautläsionen und Pruritus.

Pharmakokinetik bei Kindern

Die Pharmakokinetik und Steady-State-Konzentrationen von Upadacitinib sind bei Erwachsenen und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren mit atopischer Dermatitis, Alopecia areata und Vitiligo vergleichbar (SmPC Rinvoq).

Zulassung der Dosierungsempfehlungen in Kindermedika.at

  • Atopische Dermatitis, Alopecia areata
    • Oral
      • On-label
  • Vitiligo
    • Oral
      • On-label

Auszug aus Fachinformation Auszug aus Fachinformation

Textauszug aus Fachinformation

Oral, zur Behandlung der mittelschweren bis schweren atopischen Dermatitis, wenn eine systemische Therapie infrage kommt

Jugendliche 12 -17 Jahre (≥30 kg): 15 mg 1x täglich, bei unzureichendem Ansprechen kann die Dosis auf 30 mg 1x täglich erhöht werden. Es sollte die niedrigste wirksame Dosis verwendet werden, um das Ansprechen aufrechtzuerhalten  

Oral, zur Behandlung der schweren Alopecia areata

Jugendliche 12 -17 Jahre (≥30 kg): 15 mg oder 30 mg 1x täglich, je nach individuellem Krankheitsbild. Es sollte die niedrigste wirksame Dosis verwendet werden, um das Ansprechen aufrechtzuerhalten.
Wirksamkeitsdaten liegen für Behandlungen über 24 Wochen vor. 

Oral, zur Behandlung von nicht segmentaler Vitiligo, wenn eine systemische Therapie infrage kommt

Jugendliche 12 - 17 Jahre (≥30 kg): 15 mg 1x täglich
Wenn sich nach 48 Behandlungswochen keine Anzeichen für einen therapeutischen Nutzen zeigen, ist ein Absetzen von Upadacitinib in Erwägung zu ziehen.

(SmPC Rinvoq Retardtabletten) 

Die aktuellen Fachinformationen können unter https://www.ema.europa.eu/ abgerufen werden.

Präparate im Handel

Retardtabletten 15 mg, 30 mg, 45 mg

Upadacitinib ist in den Retardtabletten in Form von Upadacitinib 0,5 H2O enthalten. Die angegebene Stärke bezieht sich auf Upadacitinib.

Anwendungshinweise:

Die Einnahme der Retardtabletten kann mit oder unabhängig von einer Mahlzeit erfolgen.

Für Kinder potentiell problematische Hilfsstoffe:

Die Präparate enthalten: -

Detaillierte Informationen zu einzelnen Präparaten entnehmen Sie bitte den Fachinformationen.

Weitere praktische Informationen/ Verfügbarkeit

Meldungen zu Vertriebseinschränkungen von Arzneispezialitäten in Österreich (BASG)

Dosierungen

Atopische Dermatitis; Alopecia areata
  • Oral
    • 12 Jahre bis 18 Jahre und ≥ 30 kg
      [1]
      • 15 - 30 mg/Tag in 1 Dosis
      • Behandlungsdauer:

        Wenn sich bei atopischer Dermatitis nach 12 Wochen bzw. bei Alopecia areata nach 48 Wochen Behandlung keine Anzeichen für einen klinischen Nutzen zeigen, ist ein Absetzen von Upadacitinib in Erwägung zu ziehen.

Vitiligo
  • Oral
    • 12 Jahre bis 18 Jahre und ≥ 30 kg
      • 15 mg/Tag in 1 Dosis
      • Behandlungsdauer:

        Wenn sich nach 48 Behandlungswochen keine Anzeichen für einen therapeutischen Nutzen zeigen, ist ein Absetzen von Upadacitinib in Erwägung zu ziehen.

Nierenfunktionsstörungen bei Kindern > 3 Monate

Keine Informationen zur Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörung vorhanden.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen bei Kindern

Das Sicherheitsprofil von Upadacitinib in einer Dosis von 15 mg/Tag bei Jugendlichen war ähnlich wie bei Erwachsenen.

Bei Langzeitanwendung von 15 mg bzw. 30 mg Upadacitinib wurde Hautpapillom als Nebenwirkung bei 3,4 % bzw. 6,8 % der jugendlichen Patienten mit atopischer Dermatitis beobachtet.

(SmPC Rinvoq)

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen allgemein

Sehr häufig (≥ 10%): Infektion der oberen Atemwege. Akne

Häufig (1-10%): Bronchitis, Herpes zoster, Herpes simplex, Follikulitis, Influenza, Harnwegsinfektion, Pneumonie. Nichtmelanozytärer Hautkrebs. Anämie, Neutropenie, Lymphopenie. Urtikaria. Hypercholesterinämie, Hyperlipidämie. Husten. Bauchschmerzen, Übelkeit. Ausschlag. Fatigue, Fieber. CPK im Blut erhöht, ALT erhöht, AST erhöht, Gewicht erhöht. Kopfschmerzen

Gelegentlich (0,1-1%): Orale Candidose, Divertikulitis, Sepsis. Schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen. Hypertriglyzeridämie. Gastrointestinale Perfortation

Die vollständige Auflistung aller unerwünschten Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Kontraindikationen allgemein

  • Aktive Tuberkulose oder aktive schwerwiegende Infektionen
  • Schwere Leberinsuffizienz

Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen allgemein

Allgemeine Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen entnehmen Sie bitte den aktuellen Fachinformationen (https://www.ema.europa.eu).

Wechselwirkungen

Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.

In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.

Referenzen

  1. Abb Vie Deutschland GmbH & Co. KG, SmPC Rinvoq (EU/1/19/1404/009) Rev 33; 22-06-2026, www.ema.europa.eu
  2. AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG, SmPC Rinvoq Retardtabletten (EU/1/19/1404/001-011) Rev.18 12-2023, aufgerufen am 27-03-2024

Änderungsverzeichnis

Therapeutisches Drug Monitoring (TDM)


Überdosierung