Die physiologischen Funktionen von Adrenalin sind die β-Rezeptorvermittelte Regulation von Herzfrequenz und myokardialer Kontraktilität, die Regulierung des Tonus der glatten Muskulatur, der Drüsensekretion und vor allem von Stoffwechselaktivitäten unter Belastung. Die pharmakologischen Wirkungen von Adrenalin werden in komplexer Weise durch Stimulation von α- und β-Rezeptoren vermittelt; in Abhängigkeit von Rezeptorverteilung in den Zielorganen sowie Dosis und Applikationsweise von Adrenalin können α- oder β-adrenerge Effekte überwiegen.
Keine Information
Bei Reanimation ist die intravenöse Verabreichung die erste Wahl. Wenn eine intravenöse Verabreichung nicht möglich ist: intraossäre Verabreichung (die intraossäre Verabreichung ist in der Reanimationssituation der intravenösen Verabreichung äquivalent).
Die endotracheale Verabreichung soll nicht bevorzugt eingesetzt werden.
Infusionslösung/ Injektionslösung 0,1 mg/mL (1:10.000)
Injektionslösung 1 mg/mL (1:1.000)
Injektionslösung in einem Fertigpen (Autoinjektor) 0,5 mg/mL (junior) entsprechend 150 microg./0,3 mL; 1 mg/mL entsprechend 300 microg./0,3 mL bzw. 150 microg./0,15 mL
Nasenspray, Lösung in Einzeldosisbehältnis 1 mg (nicht im Handel), 2 mg
Epinephrin (Adrenalin) ist je nach Produkt als Adrenalin-tartrat, Adrenalin-hydrogentartrat, Adrenalin-Hydrochlorid oder als freie Base enthalten. Die angegebene Stärke bezieht sich jedoch in allen Fällen auf Adrenalin.
Für Kinder potentiell problematische Hilfsstoffe:
Autoinjektoren: Natriummetabisulfit
Ampullen 1 mg/mL: Natriummetabisulfit
Nasenspray: Natriummetabisulfit, Benzalkoniumchlorid
Detaillierte Informationen zu einzelnen Präparaten entnehmen Sie bitte den Fachinformationen.
Meldungen zu Vertriebseinschränkungen von Arzneispezialitäten in Österreich (BASG)
Gehe zu:
| Herz-Kreislauf-Stillstand (kardiopulmonale Reanimation) |
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| Kreislaufinsuffizienz |
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| Anaphylaxie, Anaphylaktischer Schock |
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| Laryngitis subglottica (Pseudokrupp) |
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Keine Informationen zur Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörung vorhanden.
Intravenöse/Intramuskuläre Anwendung:
Häufigkeit nicht bekannt: Unruhe, Spannung, Nervosität, Angstzustände, Halluzinationen, psychotische Zustände, Hyperglykämie, Lactazidose, Hypokaliämie, Hypomagnesiämie, Erhöhung der freien Fettsäuren im Blut, Insulinresistenz, Schwindel, Kopfschmerz, Schwächegefühl, Benommenheit, Zittern, zerebrale Krampfanfälle, Mydriasis, Amaurosis fugax, Herzklopfen, Hypertonie, Hypotonie, Tachykardie oder Bradykardie, Rhythmusstörungen bis hin zum Kammerflimmern und Herzstillstand, Zunahme des myokardialen Sauerstoffverbrauchs mit pectanginösen Beschwerden, Koronarspasmen, Myokardischämie, Stress- Kardiomyopathie (Tako-Tsubo-Syndrom), akuter Myokardinfarkt, Herzstillstand, Vasokonstriktion insbesondere im Bereich der Haut, der Schleimhäute des GI-Traktes und der Nieren; Kältegefühl in den Extremitäten; Blutdruckanstieg, unter Umständen exzessiv mit Gefahr von zerebralen Blutungen, Dyspnoe, Lungenödem, vermehrter Speichelfluss, Übelkeit, Erbrechen, Blässe, Schweißausbrüche, lokale Nekrose. Muskelkrämpfe, Oligurie, Anurie, Miktionsschwierigkeiten, Überempfindlichkeitsreaktionen, ischämische Nekrosen nach para- oder perivasaler Fehlapplikation, Schwellung/Entzündung der Speicheldrüsen (Sialadenose)
Autoinjektions-Pen: Infektionen an der Einstichstelle, periphere Ischämie infolge versehentlicher Injektion in Hände oder Füße
Nasale Anwendung:
Sehr häufig (≥ 10%): Kopfschmerzen, Nasenbeschwerden, Halsschmerzen, Nervosität
Häufig (1-10%): Angst, Tremor, Parästhesie, Palpitationen, Rhinorrhö, Nasenödeme, Nasenschmerzen, Nasenverstopfung, Nasenjucken, erhöhter Blutdruck, erhöhte Herzfrequenz
Gelegentlich (0,1-1%): Euphorische Stimmung, Nervosität, Schwindel, Kopfbeschwerden, Präsynkope, verstärkte Tränensekretion, oropharyngeale Schmerzen, Niesen, intranasale Parästhesie, Beschwerden der Nasennebenhöhlen, Epistaxis (Nasenbluten), Trockenheit der Nase, trockener Hals, Verstopfung der oberen Atemwege, Erkrankung der Nasenschleimhaut, Übelkeit, Parästhesie im Mundraum, übermäßige Speichelsekretion, Zahnschmerzen, Zahnfleischbeschwerden, Pruritus, Brustkorbbeschwerden, vermehrte Energie, Müdigkeit, Hitzegefühl, erhöhte Körpertemperatur
Häufigkeit nicht bekannt: Desorientiertheit, eingeschränktes Erinnerungsvermögen, Panikreaktion, psychomotorische Hyperaktivität, Schläfrigkeit, Angina, Herzarrhythmien, Stress-Kardiomyopathie, Tachyarrhythmie, Tachykardie, ventrikuläre Ektopie, Hypertonie, Vasokonstriktion, Parästhesie
Die vollständige Auflistung aller unerwüschter Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Die Anwendung im Rahmen einer Reanimation oder zur Behandlung schwerer anaphylaktischer/anaphylaktoider Reaktionen kann im Einzelfall auch in Gegenwart einer der oben genannten Gegenanzeigen gerechtfertigt sein.
Autoinjektions-Pens: Es sind keine absoluten Kontraindikationen für die Anwendung von Adrenalin bei einem allergischen Notfall bekannt.
Adrenalin darf nicht intraarteriell angewendet werden.
Die vollständige Auflistung aller Gegenanzeigen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Gefahr der Paravasation: Zentralvenenkatheter. Gefahr einer renalen und mesenterialen Vasokonstriktion.
Autoinjektions-Pens:
Die vollständige Auflistung aller Warnhinweise ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Die vollständige Auflistung aller Wechselwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.
| Adrenerge und dopaminerge Mittel | ||
|---|---|---|
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diverse Generika
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C01CA07 | |
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Giludop®
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C01CA04 | |
| C01CA02 | ||
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Gutron®
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C01CA17 | |
|
Sinora®
|
C01CA03 | |
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Biorphen®
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C01CA06 | |
| Phosphodiesterasehemmer | ||
|---|---|---|
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Corotrop®, Asicor®, diverse Generika
|
C01CE02 | |
| Andere Kardiostimulanzien | ||
|---|---|---|
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Simdax®
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C01CX08 | |