Givinostat ist ein Klasse-I- und -II-Histon-Deacetylase(HDAC)-Hemmer, der die unkontrollierte Aktivität der HDAC, die zum Krankheitsbild der Duchenne Muskeldystrophie (DMD) beiträgt, in dystrophen Muskeln moduliert.
Aus den populationspharmakokinetischen Analysen ergab sich, dass das Körpergewicht die Clearance von Givinostat signifikant beeinflusst. Die Wirkung ist nicht linear, d. h. die Wirkung ist bei geringeren Körpergewichten höher und bei Körpergewichten ab 30 kg geringer.
Tmax: 2-3 Stunden
F= ≥ 50% nach einmaliger oraler Anwendung
T1/2: 6 Stunden
(SmPC Duvyzat -PK bei männlichen Patienten > 6 Jahre)
Suspension zum Einnehmen 8,86 mg/ml
Givinostat ist in der Suspension zum Einnehmen in Form von Givinostat-Hydrochlorid-Monohydrat enthalten. Die angegebene Stärke bezieht sich auf Givinostat.
Anwendungshinweis:
Die Einnahme der Suspension sollte aufgrund des bitteren Geschmacks von Givinostat zusammen mit Nahrung erfolgen. Vor der Anwendung muss Suspension mind. 30 Sekunden lang durch ca. 40-maliges Drehen der Flasche um 180° schütteln und Homogenität der Suspension visuell überprüfen
Für Kinder potentiell problematische Hilfsstoffe:
Die Suspension zum Einnehmen enthält: Natriumbenzoat, Sorbitol, Polysorbat 20, Propylenglycol, Saccharin
Detaillierte Informationen zu einzelnen Präparaten entnehmen Sie bitte den Fachinformationen.
Dosisreduktion oder Behandlungsunterbrechung beim Auftreten von Nebenwirkungen (Thrombozyten < 150 x 109/L, Triglyceride > 300 mg/dl bei 2 Messungen im Abstand von 1 Woche; mittelschwere bis schwere Diarrhö):
- Schritt 1: 1. Dosisanpassung
- Schritt 2: Wenn die Nebenwirkungen nach der 1. Dosisanpassung anhalten, mit der 2. Dosisanpassung fortfahren
- Wenn die Nebenwirkungen nach der 2. Dosisanpassung anhalten: Givinostat absetzen
| Duchenne-Muskeldystrophie bei gehfähigen Patienten |
|---|
|
Keine Informationen zur Dosisanpassung bei Nierenfunktionsstörung vorhanden.
Sehr häufig (≥ 10%): Thrombozytopenie, Hypertriglyceridämie, Diarrhöe, Erbrechen, Bauchschmerzen, Pyrexie
Häufig (1-10%): Gastroenteritis, verminderter Appetit, Angstzustände, Schwindel, Hämatom, Obstipation, Erythem, Ausschlag, Myalgie, Arthralgie, Muskelschwäche, Fatigue, Thyreoidea-stimulierendes Hormon im Blut erhöht
Die vollständige Auflistung aller unerwünschten Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Neben Überempfindlichkeiten gegen den Wirkstoff oder einen sonstigen Bestandteil sind keine weiteren Kontraindikationen bekannt.
Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Vor der Anwendung muss die Suspension mindestens 30 Sekunden lang durch ca. 40 maliges Drehen der Flasche um 180° geschüttelt und die Homogenität der Suspension visuell überprüft werden. Nicht ausreichendes Schütteln kann zu Über- oder Unterdosierung führen
Allgemeine Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen entnehmen Sie bitte den aktuellen Fachinformationen (https://www.ema.europa.eu).
Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.
In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.