Anticholinergikum; bewirkt Pupillendilatation (Mydriasis) und Akkommodationslähmung (Zykloplegie).
In einer Studie (n=6) mit okulärer Anwendung von Cyclopentolat 1% Tropfen (35 µl) wurden Plasma-Spitzenspiegel von nicht nachweisbar bis 5,8 ng/ml erreicht. Hohe interindividuelle Variabilität. Bei 5 Kindern wurden ab 3 Minuten nach der Verabreichung nachweisbare Spiegel ermittelt.
Augentropfen 10 mg/ml (1%)
Cyclopentolat ist in den Augentropfen als Cyclopentolathydrochlorid enthalten. Die angegebene Stärke bezieht sich auf Cyclopentolathydrochlorid.
Anwendungshinweis:
Cyclopentolat ist nur für die topische okuläre Anwendung bestimmt
Für Kinder potentiell problematische Hilfsstoffe:
Die Augentropfen enthalten: Benzalkoniumchlorid, Borsäure
Detaillierte Informationen zu einzelnen Präparaten entnehmen Sie bitte den Fachinformationen.
Meldungen zu Vertriebseinschränkungen von Arzneispezialitäten in Österreich (BASG)
| Uveitis |
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| Diagnostikum (Zykloplegikum) |
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GFR ≥10 ml/min/1.73m2: Dosisanpassung nicht erforderlich.
GFR <10 ml/min/1.73m2: Eine allgemeine Empfehlung zur Dosisanpassung kann nicht gegeben werden.
Selten (0,1-0,01%): psychotische Reaktionen und Verhaltensänderungen wurden vor allem bei Kindern berichtet. Kinder sind besonders empfindlich für systemische Nebenwirkungen wie Unruhe, Verwirrtheitszustände, Orientierungsstörungen, Halluzinationen, psychotische Reaktionen, Konvulsionen, Ataxie, Agitiertheit, Schwindel, Gedächtnisverlust und Sprechstörungen.
Schläfrigkeit und Benommenheit (hauptsächlich bei (Klein-)Kindern (< 6 Jahren) und Kindern mit niedrigem BMI), Hyperaktivität, gerötete Wangen und Schwindel.
Des Weiteren wurden berichtet: Epilepsie; nekrotisierende Enterokolitis bei Frühgeborenen; Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei Kindern.
Sehr häufig (≥ 10%): Brennen der Augen
Häufig (1-10%): Akkommodationsstörung, Photophobie, Blepharokonjunktivitis, Konjunktivitis, Hyperämie, Verschwommensehen
Gelegentlich (0,1-1%): Steigerung des Augeninnendruckes
Selten (0,1-0,01%): Halluzinationen, Desorientierung, epileptische Anfälle, Ataxie, inkohärentes Sprechen, Schwindelgefühl, Schläfrigkeit, Bradykardie, Tachykardie, Vasodilatation, Übelkeit, Mundtrockenheit, Hautrötung
Sehr selten (< 0,01%): psychotische Reaktionen, Verhaltensabnormalitäten, Harnverhalten
Häufigkeit nicht bekannt: Überempfindlichkeit, Verwirrtheit, Erregung, Ruhelosigkeit, retrograde Amnesie, Kopfschmerzen, Augenschmerzen, Mydriasis (verlängerte Wirkung des Arzneimittels), Augenreizung, Erbrechen, Kontaktdermatitis, Gangstörungen, Fieber, Müdigkeit
Die vollständige Auflistung aller unerwünschten Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Engwinkelglaukom
Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Kinder, insbesondere Frühgeborene und Säuglinge, sind besonders empfindlich für zentralnervöse und kardiovaskuläre Nebenwirkungen. Nebenwirkungen setzen 20 bis 30 Minuten nach dem Eintropfen ein und obwohl die Symptome üblicherweise vorübergehend sind (und nach 4 bis 6 Stunden verschwinden), können sie 12 bis 24 Stunden anhalten. Achten Sie auf psychotische Reaktionen und andere ZNS-Störungen durch Cyclopentolat. Die systemische Resorption ist so weit wie möglich durch Verschließen des Tränenkanals zu begrenzen. Eine engmaschige Kontrolle auf Nebenwirkungen soll für zumindest 30 Minuten nach Verabreichung des Präparates beim Kind erfolgen (SmPC Cyclogyl).
Bei (Klein-)Kindern und Kindern mit niedrigem BMI sollte nach Möglichkeit nur 1 Tropfen Cyclopentolat verwendet werden.
Insbesondere bei (frühgeborenen) Neugeborenen wird über Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme nach der Anwendung von Cyclopentolat-Tropfen berichtet (Hermansen 1985; Chew 2005). Aufgrund der pharmakodynamischen Wirkung auf die Motilität des Magen-Darm-Trakts und des Auftretens einer nekrotisierenden Enterokolitis (NEC) bei Frühgeborenen wird empfohlen, Neugeborene nach der Augenuntersuchung 4 Stunden lang nicht zu stillen.
Bei Kindern ist aufgrund der erhöhten Anfälligkeit für systemische anticholinerge Nebenwirkungen Vorsicht geboten. Mit Vorsicht bei Kindern anwenden, bei denen es in der Vergangenheit zu einer schwerwiegenden systemischen Reaktion auf Atropin kam. Kleinkinder und Kinder mit Down-Syndrom, spastischen Lähmungen oder Hirnschäden sind besonders anfällig für ZNS-Störungen und für kardiopulmonale oder gastrointestinale Nebenwirkungen. Auch bei Kindern mit Epilepsie ist Vorsicht geboten. Bei hellhäutigen Kindern mit blauen Augen kann es zu einem verstärkten Ansprechen und/oder zu erhöhter Anfälligkeit für unerwünschte Reaktionen kommen.
Hyperthermie: Vorsicht ist geboten bei Patient*innen, insbesondere bei Kindern, die erhöhten Umgebungstemperaturen ausgesetzt waren oder fiebrig sind, aufgrund des Hyperthermie-Risikos.
Allgemeine Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen entnehmen Sie bitte den aktuellen Fachinformationen (https://aspregister.basg.gv.at/).
Diese Informationen werden im Moment recherchiert und baldmöglichst zur Verfügung gestellt.
Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.
In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.
| Anticholinergika | ||
|---|---|---|
| S01FA01 | ||
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Mydriaticum®
|
S01FA06 | |
| Sympathomimetika, exkl. Glaukommittel | ||
|---|---|---|
| S01FB01 | ||