Belimumab ist ein humaner monoklonaler IgG1λ-Antikörper mit Spezifität für das lösliche humane B-Lymphozyten-Stimulator-Protein (BLyS, auch BAFF oder TNFSF13B genannt). Belimumab blockiert die Bindung von löslichem BLyS an seinen Rezeptor auf den B-Zellen. Dadurch hemmt es das Überleben dieser Zellen, einschließlich der autoreaktiven B-Zellen, und reduziert die Ausdifferenzierung von B-Zellen zu Immunglobulin-bildenden Plasmazellen. Patienten mit SLE weisen erhöhte BLyS-Spiegel auf, was mit der Krankheitsaktivität des SLE in Zusammenhang steht.
Die pharmakokinetischen Parameter basieren auf einer populationspharmakokinetischen Analyse von 25 Patienten aus einer Phase-II-Pharmakokinetik-Studie mit pädiatrischen SLE-Patienten, die Belimumab subkutan erhielten, und der Phase-II-Studie mit pädiatrischen SLE-Patienten, die Belimumab intravenös erhielten.
Die durchschnittliche Konzentration im Steady-State nach subkutaner Verabreichung bei Kindern ist vergleichbar mit der nach subkutaner Verabreichung bei Erwachsenen (200 mg subkutan) und nach intravenöser Verabreichung bei Kindern (10 mg/kg intravenös).
Simulierte PK-Parameter im Steady State:
| Altersgruppe | Dosierung | Cmax (microg./mL) | |
| subkutan | 5-18 Jahre; ≥50 kg | 200 mg/Dosis 1x/Woche | 124 |
| subkutan | 5-18 Jahre; 30–<50 kg | 200 mg/Dosis alle 10 Tage | 114 |
| subkutan | 5-18 Jahre; 15–<30 kg | 200 mg/Dosis alle 2 Wochen | 119 |
| intravenös | 12-18 Jahre | 10 mg/kg | 317 |
| intravenös | 5-12 Jahre | 10 mg/kg | 305 |
Pulver zur Herstellung eines Infusionslösungskonzentrats 120 mg, 400 mg (pro Durchstechflasche)
Injektionslösung im Fertigpen 200 mg
Belimumab ist ein humaner monoklonaler IgG1λ-Antikörper, der mittels rekombinanter DNA-Technologie in einer Säugerzelllinie (NS0) hergestellt wird.
Anwendungshinweis:
Pulver zur Herstellung eines Infusionslösungskonzentrats: Verabreichung als intravenöse Infusion nach Rekonstitution und Verdünnung. Nicht zur Verabreichung als intravenöser Bolus.
Der Fertigpen darf nur subkutan injiziert werden.
Für Kinder potentiell problematische Hilfsstoffe:
Das Pulver zur Herstellung eines Infusionslösungskonzentrats enthält: Sucrose, Polysorbat 80
Die Injektionslösung im Fertigpen enthält: Polysorbat 80
Detaillierte Informationen zu einzelnen Präparaten entnehmen Sie bitte den Fachinformationen
Meldungen zu Vertriebseinschränkungen von Arzneispezialitäten in Österreich (BASG)
| Systemischer Lupus erythematodes (SLE), der nicht auf konventionelle Therapie anspricht |
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GFR ≥10 ml/min/1.73m2: Dosisanpassung nicht erforderlich.
GFR <10 ml/min/1.73m2: Eine allgemeine Empfehlung zur Dosisanpassung kann nicht gegeben werden.
Infektionen wurden auch bei Kindern als häufigste Nebenwirkung beobachtet.
Sehr häufig (>10 %): Bakterielle Infektionen (z.B. Bronchitis, Harnwegsinfekt), Diarrhoe, Übelkeit
Häufig (1-10 %): virale Gastroenteritis, Pharyngitis, Nasopharyngitis, virale Infektion der oberen Atemwege, Leukopenie, Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Anaphylaxie), Depression, Migräne, Reaktionen an der Injektionsstelle (nur s.c.), Schmerzen in den Extremitäten, infusions- oder injektionsbezogene systemische Reaktionen, Fieber
Gelegentlich (0,1-1 %): anaphylaktische Reaktion, Suizidverhalten, Suizidgedanken, Angioödem, Urtikaria, Hautausschlag
Selten (0,01-0,1 %): nicht-akute Überempfindlichkeitsreaktionen vom verzögerten Typ
Die vollständige Auflistung aller unerwünschten Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Neben Überempfindlichkeiten gegen den Wirkstoff oder einen sonstigen Bestandteil sind keine weiteren Kontraindikationen bekannt.
Die vollständige Auflistung aller Kontraindikationen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.
Allgemeine Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen entnehmen Sie bitte den aktuellen Fachinformationen (https://www.ema.europa.eu).
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Bitte beachten Sie die aktuellen Fachinformationen.
In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.