Calciumlactogluconat

Wirkstoff
Calciumlactogluconat
Handelsname
diverse Generika
ATC-Code
A12AA06
Dosierungen
Nierenfunktionsstörungen

Darreichungsformen und Hilfsstoffe
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Kontraindikationen
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wechselwirkungen
Pharmakodynamik und -kinetik

Zulassung
Wirkstoffe der gleichen ATC-Klasse
Referenzen
Änderungsverzeichnis

Pharmakodynamik

Calcium ist sowohl für Skelett- und Zahnwachstum, als auch für die normale Funktion von Nerven und Muskeln und die Blutgerinnung von wesentlicher Bedeutung. Darüber hinaus ist Calcium wichtig für die Funktion und Stabilität der Zellwände.

Pharmakokinetik bei Kindern

Keine Informationen

Zulassung der Dosierungsempfehlungen in Kindermedika.at

Zulassungsstatus bei Kindern und Jugendlichen < 18 Jahren:

  • Hypocalcämie
    • Oral
      • <1 Jahre: Off-label 
      • ≥1 Jahre: On-label

Auszug aus Fachinformation Auszug aus Fachinformation

Textauszug aus Fachinformation

Die aktuellen Fachinformationen können unter https://aspregister.basg.gv.at/ abgerufen werden.

Präparate im Handel

Darreichungsformen

Brausetabletten 500 mg

Allgemein

Calcium liegt in den Brausetabletten in Form von Calciumlactogluconat und Calciumcarbonat vor. Die Wirkstärke bezieht sich auf elementares Calcium. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.

Präparate mit für Kinder potentiell problematischen Hilfsstoffen:

Präparate Darreichungsform Stärke Problematische Hilfsstoffe
CALCIUM Sandoz® Brausetabletten 500 mg Sorbitol, Aspartam, Glucose

 

Die Fachinformationen wurden 11/2019 aufgerufen (https://aspregister.basg.gv.at/aspregister/).

Weitere praktische Informationen/ Verfügbarkeit

Meldungen zu Vertriebseinschränkungen von Arzneispezialitäten in Österreich (BASG)

Dosierungen

Hypokalzämie
  • Oral
    • 1 Monat bis 18 Jahre
      • Dosierung in Abhängigkeit von der Plasmakonzentration.

Nierenfunktionsstörungen bei Kindern > 3 Monate

GFR ≥10 ml/min/1.73m2: Dosisanpassung nicht erforderlich.

GFR <10 ml/min/1.73m2: Eine allgemeine Empfehlung zur Dosisanpassung kann nicht gegeben werden.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen allgemein

Hypercalcämie, Hypercalciurie, Blähungen, Verstopfung, Diarrhoe, Übelkeit, Erbrechen, Abdominalschmerzen, Überempfindlichkeitsreaktionen wie Exanthem, Juckreiz oder Urtikaria

Die vollständige Auflistung aller unerwünschten Arzneimittelwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Kontraindikationen allgemein

  • Erkrankungen und/oder Zustände, die zu einer Hypercalcämie und/oder Hypercalciurie führen
  • Nephrocalcinose, Nephrolithiasis

Die vollständige Auflistung aller Gegenanzeigen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen bei Kindern

Nicht gleichzeitig mit Phosphat anwenden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen allgemein

  • Bei leichter Hypercalciurie oder Harnsteinen in der Anamnese sind Kontrollen der Calciumausscheidung im Urin erforderlich.
  • Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird die Anwendung nur unter ärztlicher Überwachung von Calcium und Phosphat im Serum empfohlen.
  • Die Brausetabletten enthalten Zitronensäure. Es gibt Hinweise, dass Citrat-Salze die Aluminium-Resorption erhöhen.
  • Bei hochdosierter Therapie und bei begleitender Therapie mit Vitamin D wird eine Überwachung der Serumcalciumspiegel und der Nierenfunktion empfohlen.

Die vollständige Auflistung aller Warnhinweise ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

 

Wechselwirkungen

  • Die Resorption von peroral verabreichten Chinolonen, Tetrazyklinen, Estramustin oder Bisphosphonaten kann beeinträchtigt sein. Ein Einnahmeintervall von zumindest 3 Stunden wird empfohlen.
  • Die Kombination von oral verabreichtem Calcium mit Raltegravir sollte vermieden werden, da Raltegravir divalente Kationen bindet.
  • Oral verabreichtes Calcium verringert die Dolutegravir-Exposition. Dolutegravir mindestens 2 Stunden vor Kationen-Supplementierung verabreichen.
  • Die Resorption von Elvitegravir kann bei Gabe von Antazida reduziert sein.
  • Die Resorption von Eltrombopag ist bei unmittelbarer Verabreichung nach oralem Calcium reduziert.
  • Oral verabreichtes Calcium reduziert die Resorption von Levothyroxin und Liothyronin. Ein zeitlicher Abstand von mind. 4 Stunden sollte eingehalten werden.
  • Die Resorption von Mycophenolat-Mofetil kann bei gleichzeitiger Anwendung von oralem Calcium reduziert werden.
  • Peroral applizierte calciumhaltige Produkte können die Bioverfügbarkeit von Strontium-ranelat reduzieren. Ein mind. 2-stündiger Abstand sollte eingehalten werden.

Die vollständige Auflistung aller Wechselwirkungen ist den aktuellen Fachinformationen zu entnehmen.

CALCIUM

In diesem Abschnitt werden Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse zum Vergleich aufgelistet. Arzneistoffe der gleichen ATC-Klasse sind nicht per se untereinander austauschbar. Die Aufzählung darf daher nicht uneingeschränkt als Therapiealternative verstanden werden.

Calcium

Calciumcarbonat

Maxi-Kalz®
A12AA04

Calciumgluconat

diverse Generika
A12AA03
Calcium, Kombinationen mit Vitamin D und/oder anderen Mitteln

Calciumcarbonat-Colecalciferol (Kombinationspräparat)

Calciduran Vit D3®, Maxi-Kalz Vit D3®, CalDVita®, diverse Generika
A12AX

Referenzen

Änderungsverzeichnis

  • 05 März 2020 16:16: Neue Monographie "Calciumlactogluconat"

Therapeutisches Drug Monitoring (TDM)


Überdosierung